5 einfache Tipps, für ein gelungenes Onboarding

Für die ersten Tage, Wochen oder Monate eines neue/n Mitarbeiters/in liegt in den meisten Unternehmen ein ausgearbeiteter Plan vor, was wann wie zu erfolgen hat, um einen Neuankömmling willkommen zu heißen. Macht Sinn und ist hilfreich - aber ist das alles?

Natürlich nicht. Ein ausgearbeiteter Plan dient primär der Einführung in organisatorische Abläufe und Strukturen, bringt dem Neuankömmling aber noch nicht unbedingt die Unternehmenskultur nahe oder hilft sich in bestehende Teams einzufügen.

Warum ist das wichtig?

Aufgaben kennenlernen ist eine Sache, mit Kultur, Umgangsformen, Gepflogenheiten vertraut werden ist dagegen eine ganz andere - wesentlichere Sache. Funktioniert das gut, fühlen sich neue MitarbeiterInnen willkommen. Unabhängig von verschiedenen Aktivitäten, die - teilweise auch je nach Unternehmensgröße geplant sind - helfen einige wenige und auch sehr einfache Grundprinzipien den Einstieg positiv zu gestalten.

die 5 Tipps

  1. Klarheit über die Rolle
    So selbstverständlich dies auch sein sollte, so oft passiert es, dass MitarbeiterInnen sich ihrer Rolle und ihren Aufgabengebieten nicht klar sind. Natürlich werden manche Rollen von der jeweiligen Position neu definiert und es braucht Zeit, eine neue Rolle ganz einzunehmen und sich in die Komplexität des Aufgabengebietes einzuarbeiten. Die Grundpfeiler und Abgrenzungen zu anderen TeamkollegInnen sowie Aufgaben und Verantwortungen sollten aber kein Fragezeichen hinterlassen.
  2. Keine Vorurteile
    Wie oft passiert es, dass die neue Person - noch bevor sie überhaupt angefangen hat - mit Vorurteilen behaftet wird. Gründe dafür hängen oft mit dem/der Vorgänger/in zusammen. Hat das Team gute Erfahrungen gemacht und trauert um den vorigen Rolleninhaber, ist sich das Team oft einig, dass niemand nachkommen kann, der dieser Person ebenbürtig ist. In einer umgekehrten Situation, in der die Vorgängerin das Team und das Unternehmen konfliktbehaftet verlassen hat, kann dieser Konflikt auf den Neuling projiziert werden. In beiden Fällen wird der Einstieg dadurch mit Feindseligkeit und Ablehnung verhärtet. Der neuen Person offen begegnen und im Falle von voran gegangen Konflikten im Team, diese vor Eintritt eines neuen Teammitglieds, bereinigen, hilft allen Beteiligten für einen guten Start.
  3. Wertschätzung und Respekt
    Diese beiden Worte sind beliebte Schlagwörter auf der Liste der Unternehmenswerte - manchmal leider wirklich nicht mehr als leerere Texthülsen. Eine Form der Wertschätzung beim Onboarding, zeigt sich zum Beispiel wie sehr in Besprechungen auf neue KollegInnen eingegangen wird. In fast allen Unternehmen herrscht ein Unternehmensjargon oder verschiedene Abkürzungen sind in Verwendung, die zwar für alle im Unternehmen klar und verständlich sind, alle anderen Personen aber nur Bahnhof verstehen lassen. Auf diese Besonderheiten Rücksicht nehmen und bei Nachfragen der Person nicht das Gefühl geben, nichts zu wissen, oder so tun, als wäre die Kenntnis darüber Voraussetzung, beugt Frust vor und stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit.
  4. Informationen weitergeben
    Informationen und Wissen dienen für den ein oder anderen noch immer als Machtdemonstration und werden daher wie ein Geheimnis, das es zu hüten gilt, betrachtet. Eine Handlung, die das Arbeiten für die gesamte Organisation, aber insbesondere für Neuankömmlinge unheimlich erschwert.
  5. Offen sein für neue Vorschläge
    Neue MitarbeiterInnen sollen ja oft bewusst frischen Wind in ein Unternehmen bringen. Sie haben den Vorteil, dass sie die gesamte Organisation und sämtliche Abläufe mit objektiven Augen sehen und daher wertvolle Inputs für Optimierungen liefern können. Wird jeder neue Vorschlag automatisch abgelehnt, nicht zur Kenntnis genommen und vielleicht noch verachtet stellt sich nicht nur Frust ein, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Chance einer künftigen aktiven Einbringung in das Team. Neuen Vorschlägen sollte zumindest ein Ohr geliehen werden und das Interesse an der Organisation und dessen Optimierung positive Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Zu den einzelnen Punkten gibt es noch viel mehr zu sagen, auch stellen diese keine Vollständigkeit dar, sondern sollen Anhalts und -anknüpfungspunkte für ein gutes Onboarding liefern. Denn Menschen möchten sich generell zugehörig und wertgeschätzt fühlen, so auch in einer Organisation oder im Arbeitsteam.

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