Entscheide dich jetzt!

Ruft dieser Satz  Panikattacken ähnliche Zustände in dir hervor? Bei dem einen oder anderem Thema passiert und das allen schon Mal. Warum du dich trotzdem rasch entscheiden solltest und wie dir das in Zukunft vielleicht leichter fällt, verrate ich dir in diesem Blogartikel.

Entscheidungen die du zu lange hinauszögerst oder gar nicht triffst, belasten dich und schränken deine Produktivität ein.

In sehr junge Jahren hatte ich einen Vorgesetzten, gleichzeitig Eigentümer dieses Unternehmens, der das Motto  „Jede Entscheidung ist die richtige“ lebte. Damals konnte ich noch nicht so viel mit der Aussage anfangen. Irgendwas muss schon dran sein, dachte ich mir, zumindest hat dieser wunderbare Mensch sein Unternehmen mit dieser Einstellung erfolgreich aufgebaut.

Unsere beruflichen Wege haben sich zwar getrennt, dieser Satz ist mir aber sehr stark in Erinnerung geblieben. Vor allem als ich mich vor mehr als zehn Jahren selbständig gemacht habe, hat mir diese Aussage Mut und Kraft gegeben. Und das war auch notwendig: Viele Menschen in meinem Umfeld, haben in meinen Schritt in die Selbständigkeit nur Gefahren und Risiken lauern sehen, was nicht alles schief gehen könnte und natürlich die Frage in den Raum geworfen, ob diese meine Entscheidung wohl die richtige war.

Die Antwort kann ich gleich vorwegnehmen: Ja, es war für mich definitiv die richtige Entscheidung, auch wenn nicht immer alles rosig war.

Aber selbst wenn ich nach kurzer Zeit feststellen hätte müssen, dass - aus welchen Gründen auch immer - für mich ein festes Angestelltenverhältnis die passendere Option ist, hätte ich den Ausflug in die andere Sphäre nicht bereut. Wie sonst hätte ich herausgefunden, was für mich funktioniert und was nicht? Welche Arbeitsumgebung ich brauche und wie ich mein idealer Arbeitsalltag aussieht? Wo sonst hätte ich die wertvollen Erfahrungen und Learnings mitgenommen?

Wir entscheiden immer basierend auf dem Wissensstand den wir zu einem gewissen Zeitpunkt haben, abhängig von den aktuellen Umständen und Gegebenheiten. Diese können sich natürlich ändern, was die Entscheidung aber deshalb nicht falsch macht. Das wunderbare ist, du darfst, kannst und sollst Entscheidungen neu überdenken und mit neuen Erfahrungswerten, neuem Wissen und Erkenntnissen neue Entscheidungen treffen. Diese Entscheidung basiert dann wieder auf der gerade gegenwärtigen Situation. So entsteht Entwicklung.

Hab also keine Angst, Entscheidungen zu treffen. Wenn du jede Lebenssituation als Lernerfahrung siehst, brauchst du dir nie wieder Sorgen zu machen, eine falsche Entscheidung zu treffen!

Entscheide dich

Eine Wahl zu treffen ist prinzipiell wichtig, weil du dadurch dein Leben aktiv selbst gestaltest und lernst Selbstverantwortung zu übernehmen. Dadurch wirst du mit der Zeit immer sicherer, was für dich passt und was nicht. Mit diesem Wissen und dieser Grundlage wirst du in Zukunft automatisch bessere Entscheidungen treffen. Entscheidungsfreudig durchs Leben zu gehen steigert ganz nebenbei dein Selbstbewusstsein. Du lernst, dass du dich auf dich selbst verlassen kannst.

Stufe 2: Zögere Entscheidungen nicht zu lange hinaus

Eine Entscheidung ewig lange vor sich herzuschieben, hat leider fast den gleichen Effekt, als sich überhaupt nicht zu entscheiden. Zusätzlich ist das Hinausziehen auf Dauer anstrengend, weil du permanent im Hinterkopf hast, etwas nicht erledigt zu haben (was ja auch stimmt). Vor allem wenn weitere Entscheidungen von dieser einen abhängen folgt unweigerlich eine ganzer Rattenschwanz an offenen Punkten.

Natürlich gibt es Unterschiede in der Dimension von Entscheidungen. Ob man Pasta oder Salat zu Mittag ist, oder einen mutigen Karrierewechsel wagt, hat unterschiedliche Auswirkungen und Konsequenzen auf dein Leben. Dementsprechend brauchst du eine andere Vorlaufzeit.

Abwiegen ist gut, Frist is besser

Du könntest dir zum Beispiel eine Frist setzen, bis wann du eine gewichtige Entscheidung treffen möchtest, oder welche Informationen dir noch fehlen, um die Entscheidung zu treffen.

Wenn du einen guten Draht zu deiner Intuition hat, ist das erste Bauchgefühl meist weisungsgebend richtig. Fangen wir allerdings erst an zu sehr den Kopf einzuschalten und alles rein rationell abzuwägen, steigt die Unsicherheit und der Fragenkatalog wird eher länger als kürzer.

In diesem Fall setzt wieder der ursprüngliche Überlebensinstinkt unseres Hirns ein, dessen Aufgabe es ist, nach Gefahren Ausschau zu halten und uns davon abzuhalten Risiken jeglicher Art einzugehen. Wiege gut ab, aber denke daran, dass deine Gedanken deine Vorhaben nicht unbedingt unterstützen.

Ich möchte dich hier auf keinen Fall ermutigen, dich unüberlegt in Risiken zu stürzen und Warnsignale nicht ernst zu nehmen.

Ich möchte dich aber dazu ermutigen, hinter deinen Entscheidungen zu stehen. Wenn du ein Mensch mit ausgeprägtem Sicherheitsbedürfnis bist, solltest du dies auch so akzeptieren und verstehen, warum du dich so oder anders entschieden hast und verstehen, welche Konsequenzen sich daraus ergeben.

Take Aways:

Egal ob es um es sich um die Wahl des Mittagessens, einer Investition oder einen Karriereschritt handelt, manchmal fällt es schwer, Entscheidungen zu treffen. Oft werden sie deshalb auch erst gar nicht getroffen. Wir arrangieren uns mit dem Konsequenzen. Im schlimmsten Fall, sehen wir uns als Opfer äußerer Umstände.

Entscheidungen rasch zu treffen entlastet zusätzlich das Hirn, weil die Entscheidungsfrage sonst permanent aufhält. Die Gedanken drehen sich unendlich im Kreis, die Unsicherheit steigt und es fällt immer schwieriger eine finale Entscheidung zu treffen.

Ist eine Entscheidung getroffen steigert sich Produktivität. Gewöhn dir an, vor allem bei belanglosen Fragen Entscheidungen zu treffen und dahinter zu stehen. So fällt es dir mit der Zeit leichter, gewichtigere Entscheidungen sicher zu treffen.

Aus jeder Entscheidung kannst du lernen. Richte deinen Fokus auf die Lernerfahrung und nicht auf mögliche Schuldgefühle. Du kannst die Zeit nicht zurückdrehen, aber in der Zukunft alles besser machen.

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