Interne Kommunikation - 3 verheerende Fauxpas

Dicke Luft im Büro, allgemeine Unsicherheit und Unklarheit - Szenarien dieser Art kennen wir alle aus dem Berufsalltag und wissen daher wie nervenzerrend diese sein können. Hat sich eine derartige Verstimmung einmal gefestigt, breitet sich Negativität rasant weiter aus und die gesamte Situation wird mehr und mehr festgefahren. Geht man der Sache auf den Grund und forscht nach den Ursprüngen, lässt sich eine Form unzureichender Kommunikation als solche identifizieren.

In einer Organisation sind ausreichende Information und Kommunikation das Um und Auf für ein gutes Betriebsklima und sind eine wirksame Präventivmaßnahme gegen Frust. Kommunikation im Unternehmenskontext beinhaltet sowohl die direkte persönliche Kommunikation zwischen MitarbeiterInnen oder zwischen Führungskräften und MitarbeiterInnen, als auch offizielle Unternehmenskommunikation - intern wie extern. Alle Formen der Kommunikation müssen miteinander im Einklang stehen, um Unsicherheiten zu eliminieren und ein positives Arbeitsklima zu schaffen.

Auch wenn die Wichtigkeit von interner Unternehmenskommunikation zunimmt und sich immer mehr Menschen damit beschäftigen, wiederholen sich manche Fehltritte immer und immer wieder.

Mitarbeiter erfahren News aus den Medien

Der Klassiker schlechthin - Die MitarbeiterInnen erfahren Neuigkeiten über das Unternehmen, für das sie arbeiten, zuerst aus den Medien. In diesem Fall hat die Abstimmung zwischen interner und externer Kommunikation wohl nicht funktioniert. MitarbeiterInnen fühlen sich nicht wertgeschätzt und sind verunsichert. Daher gehört zu einer vollständigen Unternehmenskommunikation stets die interne Kommunikation mit berücksichtigt und sowohl vom Timing als auch vom Inhalt aufeinander abgestimmt.

2. Fehlende direkte top-down Kommunikation

Einheitliche Kommunikation von Unternehmensleitung zu Führungskräften und weiter zu MitarbeiterInnen ist essentiell für ein generelles einheitliches Grundverständnis im Unternehmen. Für MitarbeiterInnen macht es einen Unterschied, ob sie Neuigkeiten direkt von einer Person - ihrem Vorgesetzten - oder über allgemeine interne Kommunikationskanäle erfahren. Geben die leitenden Personen Informationen nicht einheitlich an die jeweiligen Teams weiter, herrscht Unklarheit, die zu Verunsicherung führt. Kommunikation und Informationsweitergabe müssen daher als wesentliche Führungsaufgabe behandelt werden.

3. Konflikte im Team nicht ernst nehmen und warten, dass sie sich von selbst lösen

Konflikte im Team sind keine Seltenheit und treten kommen selbst bei gut erprobten Arbeitsgemeinschaften vor. Manchmal lösen sie sich tatsächlich von alleine wieder, manchmal - und wesentlich öfters - aber eben nicht. Im zweiten Fall verschärft sich die Situation und kann so weit führen, dass Teammitglieder nicht mehr arbeitsfähig sind. Genau deshalb sollte jeder Konflikt ernst genommen werden und so schnell und gut wie möglich aufgearbeitet und aus der Welt geschaffen werden.

Diese drei Punkte sind meiner Meinung nach jene Fehltritte, die am häufigsten vorkommen. In der Praxis treten natürlich noch jede Menge andere kommunikative Stolpersteine auf, umgekehrt mehren sich auch die positiven Beispiele - mehr dazu im nächsten Blogpost.

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